Heimat & Geschichtsverein

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Aus der Chronik der Bürgermeisterei Vussem  (siebte Fortsetzung)

von Albert Velser, Vussem

1833
„Der Pfarrer Herr Augustin Lux von Mechernich wird nach 21jährigem Dienst nach Lessenich Dekanat Euskirchen abberufen. Sein Nachfolger wurde der in Aachen geborene und aus Mausbach kommende, Pfarrer Johann Peter Köttgens.
Unglücksfälle durch Naturereignisse und auch durch sonstige Zufälle herbeigeführt fanden nicht statt. Außer zwei Zwillings Geburten ereigneten sich bei den Geburten keine besonderen Vorfälle; zwei Einwohner starben plötzlich an [Steh]fluß und erreichte der ältester unter den Gestorbenen das 87 Lebensjahr.
Der Pfarrkirche in Holzheim wurden drei Jahrmessen jede zu 25 Thaler durch Stiftung zugewendet über deren Annahme höheren Orts erkannt worden ist.
Zu Ende April erkrankten dem Bürgermeister Franz Schmitz vor und nach 4 schöne Milchkühe und 2 Kälber an einer und derselben Krankheit und krepierten. Der Kreisthierarzt Fuchs der zu dem kranken Vieh berufen war, konnte die Eigenthümlichkeit  der Krankheit nicht mit Bestimmtheit erfahren. Im Monat July herrschte unter den Schweinen zu Holzheim eine milzbrandartige Krankheit; sieben wurden Opfer derselben, mehr erkrankten genesen doch wieder. Nach der Meinung des Herren Kreisthierarzt Fuchs hat die Hitze und die lange Trockenheit die Krankheit erzeugt, die auch in den Nachbargemeinden bedeutenden Schaden durch Sterblichkeit anrichtete.
Der Bau der Bezirksstraße zwischen Commern und Schleiden wird vom Hostelerbusch bis Wallenthal fortgeführt.
Die Handelsverhältnisse am Bleiberg haben sich jedoch um kaum merkliches gehoben, indem der Vorrath im l.J. ganz versendet wurde. Jetzt mangelt es indeß weniger an Vorrath als an Absatz. Die spanischen bleie  und der  verminderte Eingangszoll haben die Preise zu gewaltsam herunter gedrückt.
Die Eisenfabrik in Vussem war die größte Zeit außer Betrieb. Der Mangel an Kohle war die Schuld  an diesem Stillstand.
Am 4. August d.J. gastiert der hochwürdigste Herr Weihbischof von Beyer in Heistart, seinen Weg über Eiserfey nach Weyer nehmend, um in der dasigen Pfarrkirche das Sakrament der Firmung zu spenden. An der Grenze des Regierungsbezirks wurde er vom Bürgermeister und dem königlichen Landrath Herren Grafen Beißel empfangen und unter Glockengeläute bis zum Absteigequartier begleitet.
Der Sommer war heiß und trocken die Feldfrüchte und besonders die Winterfrucht nothreiften; indes war der Ertrag an Körner reichlicher wie im vorigen Jahr. Stroh und übrige Futterkräuter geriethen so sparsam, daß in dieser Beziehung ein Notjahr zu nennen ist.


Heistart, den 18. Juny 1834

[    ] nicht exakt lesbar

Quelle: Chronik der Bürgermeisterei Vussem

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