Heimat & Geschichtsverein

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von Albert Velser, Vussem

Bei vielen Lorbachern ist namentlich eine Helene Schneider als Wohltäterin der von 1906 bis 1908 erbauten örtlichen Kapelle bekannt. Diese Person, die auch in der Schulchronik als großherzige Geldgeberin für den Kapellenbau erwähnt wird, konnte aber bislang nicht näher identifiziert werden. Durch Zufall konnte ich bei einem Archivbesuch  ihre Personalie und ihre Einordnung im Ort klären.
Am 25.03.1864 wurde Helene Schneider in Lorbach geboren. Die spätere   Wohltäterin der Lorbacher Kapelle war die Tochter von Heinrich Josef Schneider und Anna geb. Heucken und gehörte somit dem großen örtlichen Familienkreis Schneider an. Laut einer handschriftlichen Randbemerkung auf ihrer Geburtsurkunde wurde sie 1896 im Alter von 32 Jahren von ihrem Onkel dem Straßenaufseher  Matthias Hubert Albert Verhoeven, an Kindesstatt angenommen und wohnte dann wohl in Gemünd. Da M. H. Albert Verhoeven, verheiratet mit Anna Christina Schneider (einer Tante von Helene Schneider), seiner Zeit sagte, in Lorbach eine Kapelle zu bauen, wollte seine Erbin Helene Schneider-Verhoeven das Versprechen einlösen und ein Heilgenhäuschen errichten. Der damalige Pastor Frohn aus Kallmuth war von diesem Vorhaben nicht so recht angetan. Er bestärkte die Lorbacher  zum Bau einer Kapelle. Der Baubeginn war 1906 und die Fertigstellung erfolgte 1908 mit ihrer Einsegnung. Helene Schneider/Verhoeven schenkte für die Ausführung der Kapelle die damals beträchtliche Geldsumme von 500 Mark.
In diesem Zusammenhang soll zu einem späteren Zeitpunkt versucht werden, den Familienverbund der Lorbacher Familie Schneider auch ein wenig zu beleuchten.

Quellen:    Standesamt Mechernich, Geburten 1864
        Schulchronik der Volksschule Lorbach

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